Liberia
Nördlicher Kakaogürtel überalternder Betriebe unter Rehabilitation
Liberia ist ein kleiner westafrikanischer Kakaoproduzent mit einer Jahreserzeugung von rund zwanzigtausend Tonnen. Kakao ist eine bedeutende kleinbäuerliche Cash Crop und ein Exportgut, doch der Sektor wurde durch den langwierigen Bürgerkonflikt von 1989 bis 2003 schwer in Mitleidenschaft gezogen, der viele Betriebe verlassen oder ungepflegt zurückließ.
Die Produktion konzentriert sich auf die nördlichen Counties Lofa, Nimba und Bong, wo Zehntausende von Kleinbauern kleine Parzellen bearbeiten, von denen viele überaltert und sanierungsbedürftig sind. Die betriebliche Produktivität ist im Allgemeinen niedrig.
Genetisch ist liberianischer Kakao hauptsächlich Amelonado-stämmig (westafrikanischer Forastero); jüngere Neuanpflanzungsprogramme haben Hybridmaterial eingeführt, unter anderem durch nationale Saatgartenbemühungen. Die Bohnen werden typischerweise in Haufen fermentiert und sonnengetrocknet, was einen schlichten, erdigen, holzigen Massenkakaocharakter mit geringer Säure ergibt, wobei die Qualität variabel und von der Handhabung abhängig ist. Der Großteil der Ernte wird als Massenware exportiert. Der Sektor steht im Mittelpunkt von Neuanpflanzungs-, Bauernschulungs- und Qualitätsverbesserungsprogrammen, die darauf abzielen, Erträge und Bohnenqualität zu steigern, neben Bemühungen, Vermarktung und Rückverfolgbarkeit zu stärken.
Herkünfte in Liberia (3)
Quellen
- ACET — 'Growing cocoa in Liberia: Challenges and opportunities'
- Liberia Ministry of Agriculture — national cocoa seed garden documentation
- FAO — Liberia cocoa value-chain analysis