St. Lucia
Estate-Kakao an Vulkanhängen mit benannten Terroir-Parzellen
St. Lucia ist eine kleine karibische Inselherkunft mit einer estate-basierten Kakaotradition, die im Südwesten der Insel verwurzelt ist. Kakao wird auf der Insel seit der Kolonialzeit angebaut, historisch neben anderen Plantagenkulturen, und die Produktion ist heute mengenmäßig begrenzt und zentriert sich eher auf einzelne Estates als auf eine breite Kleinbauernbasis.
Die am besten dokumentierte Herkunft ist das Rabot Estate nahe Soufrière, einer der ältesten in Betrieb befindlichen Kakaobetriebe der Insel, gelegen an reichen Vulkanhängen. Der Kakao des Estates ist vom Trinitario-Typ, mit gemischten Inselpopulationen, die im Konzept von Motamayor et al. (2008) am besten als Mischmaterial zu beschreiben sind. Es wird als ein einziges Estate bewirtschaftet, das in benannte Parzellen unterteilt ist, lokal 'Cortès' genannt, die als separate Terroirs gemanagt werden – ein ungewöhnlich granularer Ansatz für eine so kleine Herkunft. Die Früchte werden vor dem Aufbrechen ruhen gelassen, die nassen Bohnen kastenfermentiert und der Kakao auf Estate-Trockenflächen sonnengetrocknet, was fruchtige, nussige und würzige Profile ergibt.
St. Lucia ist auch für Kakaotourismus bemerkenswert: Die Estates in Soufrière haben Tree-to-Bar-Besuchererlebnisse entwickelt, die Anbau, Fermentation und Schokoladenherstellung verknüpfen und die Identität der Herkunft im Edelkakao-Markt stützen.
Herkünfte in St. Lucia (2)
Quellen
- Motamayor et al. 2008, 'Geographic and Genetic Population Differentiation of the Amazonian Chocolate Tree (Theobroma cacao L.)', PLoS ONE 3(10):e3311
- Hotel Chocolat, 'Cocoa Estate — Saint Lucia Rabot Estate' — https://www.hotelchocolat.com/uk/about/cocoa-estate.html
- Hotel Chocolat, 'Cocoa Growing — Saint Lucia Rabot Estate' — https://www.hotelchocolat.com/uk/about/cocoa-estate/cocoa-growing.html