Sierra Leone

Kleinerer Erzeuger der Eastern Province im Wiederaufbau nach dem Konflikt

Sierra Leone ist ein kleinerer westafrikanischer Kakaoproduzent mit einer Jahreserzeugung in der Größenordnung von fünfzehn- bis zwanzigtausend Tonnen. Kakao ist einer der führenden landwirtschaftlichen Exportbringer des Landes und eine wichtige Quelle baren Haushaltseinkommens, besonders im Osten, obwohl der Sektor durch den Bürgerkrieg von 1991 bis 2002 gestört wurde und seither im Mittelpunkt der Rehabilitation steht.

Die Produktion konzentriert sich auf die Eastern Province, hauptsächlich die Distrikte Kenema und Kailahun, wo Waldböden die Kultur begünstigen. Der Anbau ist ganz überwiegend kleinbäuerlich und weitgehend subsistenzgeprägt, mit einfachen Werkzeugen, regengespeisten Parzellen und im Allgemeinen niedrigen Erträgen aus überalternden Baumbeständen.

Genetisch ist sierra-leonischer Kakao hauptsächlich Amelonado-stämmig (westafrikanischer Forastero), mit Hybridanpflanzungen aus Neuanpflanzungsbemühungen. Die Bohnen werden gewöhnlich in Haufen fermentiert und sonnengetrocknet, was einen erdigen, holzigen Massenkakaocharakter mit geringer Säure ergibt; die Qualität variiert erheblich mit der Nachernte-Handhabung. Der Großteil der Erzeugung wird als Massenware exportiert, doch genossenschaftlich organisierte zentrale Fermentation wurde für Teile der Ernte eingeführt, mit dem Ziel, die Gleichmäßigkeit und den Zugang zu besser zahlenden Märkten zu erhöhen.

Herkünfte in Sierra Leone (2)

Quellen

  • Motamayor et al. 2008, PLoS ONE 3(10):e3311 (genetic clusters)
  • FAO — Sierra Leone agricultural sector profiles
  • Face2Face Africa — 'Africa dominates cocoa production': https://face2faceafrica.com/article/africa-dominates-cocoa-production-but-earns-less-than-5-of-global-profits-heres-why