Philippinen

Auf Mindanao zentrierte Herkunft mit aufstrebendem Handwerkssektor

Kakao hat auf den Philippinen eine lange Geschichte, eingeführt während der spanischen Kolonialzeit und in die lokale Trinkschokoladentradition 'Tablea' eingebettet. Die moderne kommerzielle Produktion ist global gesehen bescheiden und konzentriert sich ganz überwiegend auf die Insel Mindanao, wobei die Region Davao die wichtigste Kakaozone und das Gebiet Calinan in Davao City ein anerkannter Knotenpunkt ist.

Die Anpflanzungen bestehen aus eingeführtem Hybrid- und ausgewähltem Klonmaterial vom Trinitario-Typ – einschließlich UF 18, BR 25 und PBC 123 –, einer Mischpopulation im Rahmen des modernen genetischen Cluster-Konzepts von Motamayor et al. (2008). Kakao wird von Kleinbauern und Genossenschaften angebaut, mit der Haupternte etwa von Oktober bis Januar und einer sekundären Ernte zur Jahresmitte.

Davao-Kakao wird mit fruchtigen, blumigen, karamellartigen und nussigen Noten in Verbindung gebracht, und die Region hat eine aktive Edelkakao- und Bean-to-Bar-Szene entwickelt; philippinische Bohnen wurden 2017 unter die Best 50 von Cocoa of Excellence eingereiht. Nationale Programme haben Ziele gesetzt, die Anbaufläche und Erzeugung auszuweiten und die Philippinen als wachsende, qualitätsorientierte Herkunft in Südostasien zu positionieren.

Herkünfte in Philippinen (7)

Quellen

  • The Cocoa Post, 'Spotlight on Philippines Emerging Artisan Chocolate Industry in Davao'
  • Cocoa of Excellence Programme 2017 — International Cocoa Awards
  • Wikipedia, 'Chocolate industry in the Philippines'
  • Motamayor et al. 2008, PLoS ONE 3(10):e3311 (genetic clusters)