Kamerun

Zentralafrikas Erzeuger rötlicher, oft über Feuer getrockneter Bohnen

Kamerun ist ein bedeutender zentralafrikanischer Kakaoproduzent, der weltweit in der Regel etwa an fünfter Stelle steht, mit einer nationalen Erzeugung, die zuletzt 300.000 Tonnen pro Jahr überschritten hat. Kakao ist seit der Kolonialzeit eine führende Cash Crop und bleibt einer der wichtigsten landwirtschaftlichen Exportgüter des Landes, angebaut von mehreren Hunderttausend Kleinbauern.

Die Produktion konzentriert sich auf die Regionen Centre, Sud, Littoral und Sud-Ouest, über eine Reihe von Wald- und Vorgebirgslagen hinweg. Die kamerunischen Populationen umfassen Amelonado-stämmiges Material zusammen mit einem erheblichen Hybridanteil vom Trinitario-Typ; letzterer verleiht vielen kamerunischen Bohnen ihre charakteristische rötlich-braune Farbe, ein Effekt, der auch durch die Nachernteverarbeitung beeinflusst wird.

Kennzeichnend ist, dass ein großer Teil der Ernte künstlich über Holzfeuern getrocknet wird, was den Bohnen einen rauchigen Charakter verleihen kann; auch die Sonnentrocknung wird praktiziert, insbesondere im Südwesten. Das typische Profil ist ein kräftiger, erdiger Kakao mit geringer Säure, der mitunter jene rauchige Note trägt. Der Großteil der Erzeugung wird als Massenware exportiert, doch durch nationale Forschung und Sortenversuche unterstützte Qualitätsverbesserungs- und Zertifizierungsbemühungen zielen darauf ab, den Anteil feiner und rückverfolgbarer Partien zu erhöhen.

Herkünfte in Kamerun (5)

Quellen

  • Motamayor et al. 2008, PLoS ONE 3(10):e3311 (genetic clusters)
  • ICCO Quarterly Bulletin of Cocoa Statistics — production data
  • Efombagn et al. — genetic diversity of Cameroon cocoa germplasm
  • Intelpoint — 'Global cocoa production leaders': https://intelpoint.co/blogs/top-cocoa-producing-countries-trends/