Kuba

Kleinbäuerlicher Kakao im Osten mit Zentrum Baracoa

Kuba ist ein bescheidener Kakaoproduzent, dessen Industrie ganz überwiegend im Osten der Insel konzentriert ist. Der weitaus größte Teil der nationalen Erzeugung stammt aus dem Gebiet von Baracoa in der Provinz Guantánamo, das zugleich Kubas wichtigstes Kakaoverarbeitungszentrum ist. Kakao wird von Kleinbauern auf kleinen Parzellen angebaut, typischerweise durchpflanzt mit Banane, Kokos und anderen Kulturen in gemischter Agroforstwirtschaft.

Der Kakao der Region ist genetisch gemischt. Eine ddRADseq-Studie an betriebs- und genbankeigenem Kakao in der Region Baracoa dokumentierte vielfältiges, gemischtes Material statt eines einzigen einheitlichen Typs, im Einklang mit der Mischpopulations-Kategorie der modernen genetischen Cluster-Taxonomie von Motamayor et al. (2008). Die Verarbeitung kombiniert die Kastenfermentation, üblicherweise etwa sieben Tage lang, mit der älteren Praxis, die Bohnen unter Bananenblättern aufzuhäufen; die Trocknung erfolgt durch Sonne, oft über eine Woche oder länger. Die daraus gewonnenen Bohnen zeigen ein kakaobetontes Profil mit nussigen, erdigen und mild-fruchtigen Noten.

Kubanischer Kakao bewegte sich historisch weitgehend über das staatliche System, und der Sektor wurde zeitweise von Wirbelstürmen und begrenzten Betriebsmitteln beeinträchtigt. Baracoa bewahrt eine starke lokale Identität als Zentrum des kubanischen Kakaos und der kubanischen Schokolade.

Herkünfte in Kuba (2)

Quellen

  • Pico-Mendoza et al. 2024, 'Using ddRADseq to assess the genetic diversity of in-farm and gene bank cacao resources in the Baracoa region, eastern Cuba' — https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10948478/
  • Motamayor et al. 2008, 'Geographic and Genetic Population Differentiation of the Amazonian Chocolate Tree (Theobroma cacao L.)', PLoS ONE 3(10):e3311
  • Havana Times, 'Baracoa: The Mecca of Cocoa in Cuba' — https://havanatimes.org/features/baracoa-the-mecca-of-cocoa-in-cuba-part-ii/